Willkommen auf der Wiese!

Was sind Blühwiesen?

Eine Blühwiese ist eine Fläche voller heimischer Wildblumen und Gräser – dort, wo vorher meist Rasen war.

Damit sich die Blumen gegen die Gräser durchsetzen, mögen sie einen eher nährstoffarmen, sogenannten „mageren“ Boden. Deshalb tragen wir bei der Anlage die alte Grasnarbe ab und mischen Sand unter. So entsteht eine Wiese, die viele Jahre Freude macht.

Bunte Blühwiese mit rotem Klatschmohn, weißen Margeriten und blauen Glockenblumen
Mohn, Margeriten & GlockenblumenFoto: Bernd Trommer – CC-BY-4.0, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons, zugeschnitten und verkleinert

Darum lohnt sich eine Blühwiese

Für Sie, für Ihren Garten und für die Bienen.

  • Ein Zuhause für Insekten

    In vielen Gärten finden Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge nur wenig Futter. Eine Blühwiese bietet ihnen über viele Wochen Pollen und Nektar. In hohlen Stängeln und in den Pflanzen, die beim Mähen stehen bleiben, finden manche Insekten außerdem ein Winterquartier.

  • Wenig Arbeit

    Ist die Wiese einmal angewachsen, braucht sie wenig Pflege: kein Düngen und kein wöchentliches Mähen. In der Regel genügen ein bis zwei Schnitte im Jahr. Gemäht wird am besten von Hand mit der Sense, danach wird das Schnittgut abgeräumt – das übernehmen wir auf Wunsch gern für Sie.

  • Kommt mit wenig Wasser aus

    Viele Wildblumen wurzeln tief und kommen mit Trockenheit gut zurecht. Eine eingewachsene Blühwiese muss nicht gegossen werden. Nur direkt nach der Aussaat braucht der Boden etwas Feuchtigkeit, damit die Samen keimen. Das spart Zeit und Wasser – gerade in heißen, trockenen Sommern.

  • Zertifiziertes Lokalsaatgut

    Wir säen zertifiziertes Regio-Saatgut: Samen von Wildpflanzen aus unserer Gegend, für die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Sie sind an das hiesige Klima angepasst und an die Insekten, die hier leben. Mehr dazu bei Natur zurück in die Stadt.

  • Blüht und blüht und blüht

    In einer Blühwiese wechseln sich viele Arten ab: Die einen blühen schon im Frühsommer, andere erst im Spätsommer oder bis in den Herbst hinein. So gibt es von Monat zu Monat etwas Neues zu entdecken – und für Insekten ist lange etwas zu holen.

  • Viel schöner als Rasen

    Statt einer grünen Einheitsfläche wächst vor Ihrem Fenster ein Stück lebendige Natur – bunt, summend und jeden Monat ein bisschen anders. Rot, Blau, Gelb, Weiß und Violett wechseln sich ab, und zwischen den Blüten gibt es jeden Tag etwas zu beobachten.

Diese Blumen können Teil Ihrer Blühwiese werden

Angaben nach dem Datenblatt „Sonniger Saum – Initialstauden“ von Natur zurück in die Stadt.

  1. Moschus-Malve

    Ein Klassiker aus dem Bauerngarten!

    Moschus-Malve

    Malva moschata

    Blütezeit
    Juni bis Oktober
    Farbe
    Weiß und Rosa
    Wuchshöhe
    40 bis 80 cm
    Besuch von
    Wildbienen und Hummeln – eine gute Bienenweide

    Foto: AnRo0002, CC0 1.0, via Wikimedia Commons, zugeschnitten und verkleinert

  2. Gewöhnlicher Natternkopf

    Psst, eine Wildbiene ist nach ihm benannt!

    Gewöhnlicher Natternkopf

    Echium vulgare

    Blütezeit
    Juni bis August
    Farbe
    Blau
    Wuchshöhe
    40 bis 80 cm
    Besuch von
    Wildbienen und Hummeln – wertvoller Pollenlieferant für die Natternkopf-Mauerbiene

    Foto: AnRo0002, CC0 1.0, via Wikimedia Commons, zugeschnitten und verkleinert

  3. Muskateller-Salbei

    Hier brummt die dicke Holzbiene vorbei!

    Muskateller-Salbei

    Salvia sclarea

    Blütezeit
    Juni bis August
    Farbe
    Weiß und rötlich bis lila
    Wuchshöhe
    80 bis 120 cm
    Besuch von
    Die Holzbiene – unsere größte heimische Wildbiene – und Hummeln

    Foto: Velotopist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, zugeschnitten und verkleinert

  4. Knäuel-Glockenblume

    Macht sich auch schön in der Vase.

    Knäuel-Glockenblume

    Campanula glomerata

    Blütezeit
    Juni bis September
    Farbe
    Blau bis Violett
    Wuchshöhe
    20 bis 60 cm
    Besuch von
    Wildbienen und Hummeln – eine gute Bienenweide

    Foto: David Short from Windsor, UK, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons, zugeschnitten und verkleinert

  5. Tauben-Skabiose

    Blüht bis in den November hinein!

    Tauben-Skabiose und Gelbe Skabiose

    Scabiosa columbaria / Scabiosa ochroleuca

    Blütezeit
    Juli bis November (Tauben-Skabiose), Juni bis September (Gelbe Skabiose)
    Farbe
    Rosa bis Blaulila / Hellgelb
    Wuchshöhe
    60 bis 80 cm
    Besuch von
    Schmetterlinge, Wildbienen und Hummeln

    Foto: Père Igor, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, zugeschnitten und verkleinert

  6. Großblütige Königskerze

    Die Größte auf der Wiese – bis 1,50 m!

    Großblütige Königskerze

    Verbascum densiflorum

    Blütezeit
    Juli bis September
    Farbe
    Gelb
    Wuchshöhe
    80 bis 150 cm
    Besuch von
    Schmetterlinge, Hummeln, Käfer und Fliegen

    Foto: Michael Burgholzer, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, zugeschnitten und verkleinert

  7. Margerite

    Er liebt mich, er liebt mich nicht …

    Margerite

    Leucanthemum vulgare

    Blütezeit
    Juni bis Oktober
    Farbe
    Weiß mit gelber Mitte
    Wuchshöhe
    30 bis 60 cm
    Besuch von
    Wildbienen, Schwebfliegen und Käfer – eine gute Bienenweide

    Foto: AnRo0002, CC0 1.0, via Wikimedia Commons, zugeschnitten und verkleinert

  8. Steppen-Wolfsmilch

    Ein Buffet für Fliegen und Käfer.

    Steppen-Wolfsmilch

    Euphorbia seguieriana

    Blütezeit
    Juni bis Oktober
    Farbe
    Hellgelb bis Gelbgrün
    Wuchshöhe
    40 bis 60 cm
    Besuch von
    Fliegen, Käfer und Wespen – keine Bienenweide, aber genauso wichtig

    Foto: AnRo0002, CC0 1.0, via Wikimedia Commons, zugeschnitten und verkleinert

Gut zu wissen

Ein Jahr auf Ihrer Blühwiese

  1. Herbst

    Anlegen

    Beste Zeit für die Aussaat: etwa September bis Mitte Oktober. Im Winter bekommen die Samen den Kältereiz, den viele zum Keimen brauchen.

  2. Winter

    Ausruhen

    Die Samen schlummern im Boden. Hohle Stängel dienen Insekten als Winterquartier.

  3. Frühling

    Keimen

    Bei feuchtem Boden zeigen sich nach zwei bis drei Wochen die ersten Keimlinge. Eine Aussaat im Frühjahr ist auch möglich.

  4. Sommer

    Blühen & mähen

    Es summt und brummt! Ein- bis zweimal im Jahr wird gemäht und das Schnittgut abgeräumt.

Das braucht Ihre Wiese

Standort
Sonnig bis halbschattig. Für dauerhaft schattige Ecken ist eine Blühwiese nicht geeignet.
Boden
Eher mager. Ist er zu nährstoffreich, setzen sich die Gräser durch – deshalb magern wir ihn mit Sand ab.
Platz
Schon kleine Flächen lohnen sich – die Mindestgröße liegt bei 5 m².
Betreten
Bitte nicht! Eine Blühwiese ist kein Spielrasen. Ein schmaler gemähter Pfad ist aber möglich.

Pflege-Tipps

  • Nicht düngen. Je magerer, desto bunter.
  • Mähen statt mulchen und das Schnittgut abräumen.
  • Etwas stehen lassen: Rund 10 % der Pflanzen beim Mähen stehen lassen – dort können sich spät schlüpfende Insekten entwickeln.
  • Geduld haben: Manche Wildblumen blühen erst im zweiten Jahr.

Wir übernehmen die Mahd gern für Sie!

Lust auf eine Blühwiese?

Mehr Vielfalt statt Einheitsgrün – mit überschaubarem Pflegeaufwand.